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Zwischen den Wellen

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Aller Anfang ist schwer
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Zwischen den Wellen

In der kurzen Sommerpause, in denen die Zahlen der Pandemie ein kurzes Durchatmen möglich gemacht haben, ging es für eine Gruppe Jugendlicher zu den jährlichen Sportexerzitien am Atlantik. Dabei war das Überthema „Die Kunst des Improvisierens“ nicht nur inhaltlich, sondern durch die gesamte Situation bestimmend.

Man mag es für Verrückt halten, in dieser Zeit mit Jugendlichen zum Zelten, zu Übungen und zum Surfen nach Spanien zu fahren. Besonders wenn das beteiligte Reiseunternehmen sich verkalkuliert und plötzlich keine Plätze mehr hat, sodass vier Wochen vor der Abfahrt noch einmal eine komplette Neuorganisation notwendig wurde. Aber in den vergangenen Jahren haben die Jugendlichen in den Sportexerzitien immer wieder zugesprochen bekommen, dass keine Herausforderung zu groß ist, wenn man mit ganzer Leidenschaft dafür kämpft. Und an diesem Anspruch misst sich das dreiköpfige Organisationsteam der Fahrt.

„Ein Leben im Surf Camp in diesem Jahr ist gewaltig anders“, sagt Pfarrer Simon Schade, der die Fahrt im 9. Jahr begleitet. Mit Maske, Abstand und Hygieneplan haben sich aber alle der über 20 Teilnehmer schnell angefreundet, weil man auf der anderen Seite mit Sonne, Wellen und guten Erfahrungen belohnt wird. Und auch die geistlichen Impulse und Gottesdienste sind nicht so wie in den vergangenen Jahren: In Kleingruppen wird gearbeitet, in Einzelarbeiten meditiert und bei den Gottesdiensten im Freien kommt man beim Friedensgruß gar nicht erst in die Versuchung, sich die Hand zu reichen, weil die Abstände so groß sind.

Dass es auch bei Jesus und anderen Vorbildern im Glauben Momente gibt, bei denen improvisiert werden muss, ist der biblische Hintergrunde der Exerzitien: Mehr als einmal sollte er in die Ecke gedrängt oder durch Prüfungen aufs Glatteis geführt werden, doch mit Besonnenheit und Klugheit findet er immer die richtigen Worte und Taten – eine gute Brücke, um auf das eigene Leben zu schauen: Wie komme ich durch Probleme durch, wie gehe ich mit Unsicherheiten um, wie lerne ich Krisen zu meistern?

Und improvisieren lernen kann man im Meer sehr gut: Jede Welle ist anders, da kann man nicht mit Standardlösungen kommen, sondern muss sich positionieren und den richtigen Moment aus dem eigenen Gefühl heraus erspüren. Nach einigen durchspülten Nasen und Stürzen ins Wasser geht es aber am Ende doch bei allen so gut, dass die Wellen gut geritten werden können.

Alles in allem ist es gut, dass diese Fahrt stattfinden konnte. Mit viel Leidenschaft und Herzblut ebenso wie mit einem guten Konzept und sehr verantwortungsbewussten Jugendlichen ist auch in diesen Zeiten sehr viel möglich. Hoffen wir darauf, dass sich die Dinge gut entwickeln und auch im kommenden Jahr diese Fahrt wieder stattfinden kann.

Das Surfcamp in Zarautz
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